10 April 2007

"1. Stock bitte! Damenunterwäsche und Motortuningteile"

Wer kennt sie noch, die Fahrstuhldurchsagen der einzelnen Etagen? Oder sogar noch den inzwischen verbotenen Paternoster? Letzteren gibt´s als Geheimtipp noch in der Kölner Innenstadt beim Kaufhof zu erleben. Man muss seitlich beim Personaleingang beim Pförtner ein Bewerbungsgespräch vortäuschen und man kann bis in die 5. Etage fahren - und ganz mutige obenrum wieder rrrrunter (NEIN! NICHT kopfüber!!!).

Ich hab´s noch am eigenen Leibe erfahren, damals zu Kindergartenzeiten im Bundefinanzministerium in Bonn, als die Welt noch in Ordnung, die Mauer noch stand, der Euro nicht da, der Osten so kalt wir eine 4 Sterne-Kühltruhe und das Feindbild noch klar zu erkennen.
Die Rotationswählscheibe beim Telefon, keine eingespeicherten Nummern hatte, TV hieß noch Fernsehen und es gab nur 1+2+3 Programme im kontrastreichen Schwarz/Weiss und um Mitternacht gab´s erst das Testbild und dann das selige Rauschen der atmosphärischen Spannung, bis so gegen 7:30 der Schulfunk sich wieder meldete.
Fahrradhelme gab´s noch nichtmal für´s Mofa, sondern erst für´s Motorrad, Computer hießen noch Abakus und Taschenrechner waren rrrrichtich teuer!... tjaja- nun haben wir den Salat und weiter geht´s, aber nicht um diese Einführung, sondern um:

1. Stock, bitte!


Und es ward geschehen, die Decke kam druff und die Mauern des ersten Stocks stehen, es geht also weiter und wir überlegen schon welche Blumen wir in der Garten pflanzen.

Und wie man es am Wetter sieht, Köln hat ungefähr 300 Tage Sonnenschein im Jahr zu bieten und deshalb sind auch die Bodenpreise so in die Höhe geschossen.

Aber wenn man da mal den Markt von München ein bisschen beobachtet, hoppla, da sind gut 50% mehr zu zahlen für den gleichen Standart!

Joh mei! Da bleib i doch libba in Colonia, da hab i moi Kölsch und auch a fesches Weizn wenn´s sei muss.

Im Großen und Ganzen konzentrieren wir uns jetz erstmal auf unseren Italien-Sommerurlaub, so in 3 Wochen für so 2 Wochen gaaaaanz unten rechts bei Bari, mal die Verwandschaft besuchen und dem Don die Ehre erweisen und etwas verschnaufen, den so ein Hausbau streng ganz schön an und die sollen mal schön alleine klar machen - woll?

So die Herrschaften - bis baldigst, euer Italo-Haus-Meister der Zollstockhöfe, Ciao!

3 Comments:

Anonymous Anonym said...

Es gibt in der Kölner Innenstadt sogar noch einen laufenden Paternoster, im WDR Funkhaus am Walrafplatz! Dar kommt man nur nicht so einfach rein.

12 April, 2007 13:14  
Anonymous Anonym said...

Ich weiß, dieser Kommentar hat lange auf sich warten lassen. Der Kronprinz war zu Besuch, und dann waren wir in der zweitschönsten Stadt der Welt und haben uns davon überzeugen können, daß der Hausmeister hervorragend arbeitet. Buon viaggio können wir da nur sagen! Und bei der Rückkehr, bitte sehr, ist mindestens die dritte Etage fertig.
Endlich mal die andern kräftig für sich arbeiten lassen und selbst bei Vino rosso die köstliche Küche des Südens genießen. So soll es sein!
Saluti à tutti in bella Italia e à piu presto! Ciao

18 April, 2007 14:24  
Anonymous Anonym said...

Moin,
bin über google zu deinem Blog gekommen!wenn ich es richtig verstehe,hast du in den Zollstockhöfen im Gebäude 6 eine Wohnung gekauft!Ich ebenfalls(6b),kann es kaum erwarten,dass die fertig werden!Wird aber noch was dauern!
Schöne Grüße

18 April, 2007 16:06  

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